Warum ich Stoffe anders auswähle – und was das für die Kleidung deiner Kinder bedeutet

Warum ich Stoffe anders auswähle – und was das für die Kleidung deiner Kinder bedeutet

Der Kleiderschrank ist voll – und trotzdem fehlt irgendwie immer das Richtige.

Vielleicht kennst du das:

Eigentlich ist genug da – aber vieles wird einfach nicht mehr genutzt.

Weil:

  • die Kleidung sehr klar auf „Mädchen“ oder „Junge“ ausgelegt ist und sich schwer weitergeben lässt
  • Teile schnell abgetragen sind, weil die Qualität nicht mithält
  • oder dein Kind sie einfach nicht gerne trägt, weil Material oder Schnitt nicht passen

Und so kauft man wieder neu, obwohl eigentlich schon so viel im Schrank liegt.

Genau an diesem Punkt setze ich an. Ich denke Kleidung nicht nur für den Moment, sondern für das, was danach kommt.

Nicht erst beim fertigen Teil – sondern bei der Auswahl des Stoffes und jeder einzelnen Entscheidung davor.

Und genau dabei nehme ich dich jetzt mit.

 


Ich kaufe Stoffe nicht nur nach Gefühl

Natürlich spricht mich ein Design im ersten Moment an.
Aber ich frage mich immer:

  • Wird daraus ein Teil, das oft und gerne  getragen wird?
  • Passt es in den Alltag von Kindern?
  • Lässt es sich gut kombinieren – und weitergeben?

Denn genau das ist mir wichtig:
Kleidung soll nicht nur schön sein, sondern wirklich genutzt werden.


 

Farbe gehört dazu – nur bewusst eingesetzt

Kinderkleidung darf für mich alles sein – nur nicht langweilig.

Deshalb gibt es bei LEROBE ganz bewusst auch Farbe. Gerade bei Alltagsstücken wie Shirts oder Shorts darf es lebendig sein, leicht, ein bisschen mutig. Weil genau das Kinder widerspiegelt.

Und gleichzeitig treffe ich an anderer Stelle ganz klare Entscheidungen.

 

Zeitlos, wenn es darauf ankommt

Bei Teilen, die viel im Einsatz sind  wie Jacken, Overalls oder Outdoorhosen – wähle ich bewusst:

  • ruhigere Farben die genderneutral sind
  • zeitlose Töne statt Modetrends
  • Kombinationen, die vielseitig funktionieren

Warum?

Weil genau diese Teile:

  • täglich getragen werden
  • zu vielem passen müssen
  • oft an Geschwister weitergegeben werden 

Und auch das spielt für viele Familien eine Rolle:
Sie lassen sich später einfacher weitergeben oder verkaufen, weil sie nicht zu stark „einer Richtung“ zugeordnet sind.

Farben, die neutral und ruhig sind, machen Kleidung flexibler. Nicht nur im Alltag, sondern über mehrere Kinder hinweg. Für mich ist das ein wichtiger Teil von Nachhaltigkeit:
Kleidung, die länger im Umlauf bleibt. 

Geschwisterlook Fleeceanzug und Jacke in sand


Was im Stoff steckt, ist entscheidend

Im nächsten Schritt schaue ich mir immer die Materialien an.

Ein gutes Beispiel ist Frottee:

  • weich
  • saugfähig
  • angenehm auf der Haut

Eigentlich perfekt für Kinder. Ein Stoff der klassisch aus 100% Baumwolle besteht, mittlerweile aber oft mit Kunstfasern gemischt wird, um ihn formstabiler oder günstiger zu machen.

Ich entscheide mich hier bewusst anders.

Ich arbeite bei Frottee am liebsten mit 100 % Bio-Baumwolle, weil:

  • die natürlichen Eigenschaften erhalten bleiben
  • der Stoff atmungsaktiv ist
  • er sich so anfühlt, wie er gedacht ist

Ja, Baumwolle kann sich verändern und weiter werden. Aber genau dafür wähle ich passende Schnitte. Ich gleiche das über die Passform aus – nicht über synthetische Zusätze.

 

Kein Schwarz-Weiß bei Materialien

Mir ist wichtig, das ehrlich zu sagen:

Kunstfasern haben ihre Berechtigung!
Sie sind gerade da sinnvoll, wo Funktionalität, Haltbarkeit, Formstabilität oder Pflegeleichtigkeit erhöht werden soll. Ein Beislpiel dafür sind Socken. Der Zusatz von Polyamid erhöht die Lebensdauer enorm. Dadurch können sie länger getragen werden, es muss also weniger nachgekauft werden

Aber ich setze Kunstfasern bewusst ein – nicht automatisch. Wo Naturfasern ihre Stärke haben, dürfen sie diese auch behalten.

 

Transparenz gehört für mich dazu

Ein Stoff ist für mich nicht nur ein Material, sondern auch eine Entscheidung.

Ich achte darauf:

  • wo er produziert wird
  • unter welchen Bedingungen
  • welche Zertifizierungen er hat

Deshalb findest du bei jedem LEROBE-Teil eine klare Materialangabe in der Produktbeschreibung. Ich möchte, dass du genau weißt, was du in den Händen hältst.

 

Weniger kaufen – bewusster arbeiten

Mein Stoffregal ist bewusst klein. Ich kaufe nicht aus einem Impuls heraus, sondern mit Plan.
Bevor ich einen Stoff bestelle, weiß ich:

  • Was daraus entsteht
  • Für wen ich es nähe
  • Wie es im Alltag getragen wird

Das hilft mir:

  • Fehlkäufe zu vermeiden
  • Ressourcen zu schonen
  • fokussiert zu arbeiten

 

Was übrig bleibt, bekommt einen neuen Platz

Ganz ohne Reste geht es nicht aber ich gehe bewusst damit um.

Größere Stücke
→ werden zu Accessoires wie kleinen Schuhen oder Handschuhen. Teilweise werden sie auch an Näherinnen für Frühchenkleidung gespendet.

Mittlere Reste
→ nutze ich für Applikationen
(langlebig und eine bewusste Alternative zu Drucken)

Kleine Stoffstücke
→ sammle ich und gebe sie an Kindergärten oder kreative Einrichtungen weiter

So entsteht möglichst wenig Abfall und vieles bekommt noch einen Sinn.

💛 Warum ich das alles so mache

Weil ich Kleidung nicht einfach nur herstellen möchte.

Ich möchte Dinge schaffen, die:

  • im Alltag funktionieren
  • gerne getragen werden
  • weitergegeben werden können

Und die nicht nach einer Saison ausgetauscht werden müssen.

Für mich beginnt Nachhaltigkeit nicht beim fertigen Produkt. Sondern bei jeder einzelnen Entscheidung davor.

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